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Züri schlaflos: Neumarkt

Unsere erfolgreiche App «Züri schlaflos» offeriert mehr als 170 Geschichten über Zürcher Bars, Clubs, Kulturhäuser, Restaurants und andere urbane Hotspots und Schauplätze. Die Stadtneurotiker, Journalisten und Autoren Philippe Amrein und Thomas Wyss haben über unterschiedlichste Lokalitäten und Orte streng subjektive und oft ziemlich schräge kleine Stadtgeschichten verfasst.

Der Neumarkt, den dort Hausende liebevoll «Neumärt» nennen, ist ein Städtchen mitten in der Altstadt. Entlang der etwa 300 Meter langen Pflastersteinstrasse kann man sich nämlich die Haare stutzen, Weine, Gemüse, Zigis, Klatschheftli oder ein Designersofa kaufen, ein keckes Theaterstück anschauen, einen Schriftsteller verehren, Spirituosen süffeln, aus zweiter Hand einen Investment-Banker-Veston erstehen oder ein feines Mahl geniessen. Pas mal, n’est-ce pas?

Beginnen wir mit Gottfried Keller, dem Literaten. Der erblickte am 19. Juli 1819 im «Haus zum Winkel» am Neumarkt 23 das Licht der Welt; eine Gedenktafel erinnert an den Schöpfer des grossen Romans «Der grünen Heinrich», übrigens eines der Schweizer Bücher, die man gelesen haben sollte, bevor man selbst auf dem Friedhof landet. Kommen wir zum Edel-Fauteuil. Den erhält man im Neumarkt 17, einem der schicksten, aber auch teuersten Mobiliarläden der Altstadt. Deshalb sei empfohlen, am Kiosk, der gleich gegenüberliegt, ab und zu einen Lottoschein abzugeben.

Den «Neumarkt» rauf und... (Bild: Rebecca Veiga)
...runter zu gehen, ist abenteuerlicher als erwartet. (Bild: Rebecca Veiga)
Pflastersteine ebnen den geschichtsträchtigen Boden. (Bild: Rebecca Veiga)
Im Geburtshaus von Gottfried Keller wird heute Whisky degustiert. (Bild: Rebecca Veiga)
Im Antiquitäten-Laden nebenan kann man problemlos ein Feuerzeug für CHF 5'362 erwerben. (Bild: Rebecca Veiga)
Moderner aber nicht minder günstig geht es am Neumarkt 17 zu und her... (Bild: Rebecca Veiga)
...wenn man sich allerdings mit «Le Corbusier» und «eco-friendly» brüstet, geht das wohl in Ordnung. (Bild: Rebecca Veiga)
Schlendert man weiter, sind die Flyer des «Theater Neumarkt» nicht zu übersehen. (Bild: Rebecca Veiga)
Der Garten der «Wirtschaft Neumarkt» ist noch im Winterschlaf. (Bild: Rebecca Veiga)
Dafür gibt es ein paar Häuser weiter frische Sandwiches. (Bild: Rebecca Veiga)
Einen hübschen Bubikopf gefällig? «Haar-Schopf» steht zu Diensten. (Bild: Rebecca Veiga)
Kurios aber flauschig: Die Bären- und Pupen-Klinik am Neumarkt. (Bild: Rebecca Veiga)
Wer im Neumarkt noch nicht genug erlebt hat, flaniert weiter in die Spiegelgasse. (Bild: Rebecca Veiga)
Den «Neumarkt» rauf und... (Bild: Rebecca Veiga)
...runter zu gehen, ist abenteuerlicher als erwartet. (Bild: Rebecca Veiga)
Pflastersteine ebnen den geschichtsträchtigen Boden. (Bild: Rebecca Veiga)
Im Geburtshaus von Gottfried Keller wird heute Whisky degustiert. (Bild: Rebecca Veiga)
Im Antiquitäten-Laden nebenan kann man problemlos ein Feuerzeug für CHF 5'362 erwerben. (Bild: Rebecca Veiga)
Moderner aber nicht minder günstig geht es am Neumarkt 17 zu und her... (Bild: Rebecca Veiga)
...wenn man sich allerdings mit «Le Corbusier» und «eco-friendly» brüstet, geht das wohl in Ordnung. (Bild: Rebecca Veiga)
Schlendert man weiter, sind die Flyer des «Theater Neumarkt» nicht zu übersehen. (Bild: Rebecca Veiga)
Der Garten der «Wirtschaft Neumarkt» ist noch im Winterschlaf. (Bild: Rebecca Veiga)
Dafür gibt es ein paar Häuser weiter frische Sandwiches. (Bild: Rebecca Veiga)
Einen hübschen Bubikopf gefällig? «Haar-Schopf» steht zu Diensten. (Bild: Rebecca Veiga)
Kurios aber flauschig: Die Bären- und Pupen-Klinik am Neumarkt. (Bild: Rebecca Veiga)
Wer im Neumarkt noch nicht genug erlebt hat, flaniert weiter in die Spiegelgasse. (Bild: Rebecca Veiga)

Für Kunst nicht-materieller Bauart geht man ins Theater Neumarkt. Das ist eine der wenigen bekannten Bühnen, für deren Aufführungen man getrost ein Ticket kaufen kann, ohne wirklich zu wissen, was im Stück passiert – was nämlich im Saal passiert, ist fast ausnahmslos toll. Was war da noch? Genau, das Essen. Dafür kann  ich die Wirtschaft Neumarkt empfehlen. Grund 1: Der von steinaltem Gemäuer umzingelte Sommergarten. Grund 2: Die zwischen währschaft und popmodern balancierende Speisekarte. Grund 3: Die Möglichkeit, mit vollem Ranzen direkt in die zur Wirtschaft gehörende Destithek zu dislozieren, um dort den exquisiten Calvados zu probieren. Oder auch ein anderes «Verdauerli», sie munden fast alle.

Was die genannten Klamotten betrifft, muss ich gestehen, dass ich ein wenig geflunkert hab. Die gibt’s zwar schon, für Ladys & Gentlemen, im Razzo, einem der ältesten und doch zeitgeistigsten Secondhand-Kleidershops der Stadt. Allerdings befindet sich der Laden drei Meter ausserhalb des Neumarkts, am Rindermarkt 23.

So, und nun gebe ich noch meinen liebsten Neumarkt-Ort preis. Er trägt den Namen «Baugeschichtliches Archiv», und er offeriert das beste Preis-Leistungsverhältnis der ganzen Nachbarschaft. Der Eintritt ist nämlich gratis, und für dieses Gratis kann man stundenlang historische Fotos von Gebäuden, Plätzen oder Strassen bestaunen – oder deren Geschichte nachlesen. Das löst ähnlich bewegende Gefühle aus wie die Filme von Kurt Früh, ich schwörs.

Ein Zeitungsartikel von Anfang Mai zeigt, dass im Niederdorf beim Thema der Nachhaltigkeit im Moment Hochkunjunktur herrscht: Zum Artikel von Martin Sturzenegger. 

Das Theater Neumarkt feiert morgen (28. Mai 2016) sein 50-jähriges Jubiläum. Die Mitarbeiter der Werkstätten auf der Werdinsel öffnen die Türen: In Schneiderei, Schlosserei, Malsaal und Schreinerei zeigen die Theaterprofis, woran sie gerade arbeiten und was sie alles können.

Mehr zum Jubiläumsfest. 

Zur Website des Theater Neumarkt.

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