Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung

Im Winterwunderland

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah? Unsere Redaktion hat vier tolle Tipps für Winter-Erlebnisse in und um Zürich zusammengestellt.

Sieht man Sie öfters auf der Piste, oder sehnen Sie schon die Zeit herbei, während der man wieder in die Badi kann? So oder so: Der Winter bietet schöne Erlebnisse, für die man noch nicht einmal in die Berge fahren muss.

Unsere Tipps für Zürich, die Wintersport-Destination

1. Märchenhaftes «Schlittschüehnle» hoch über Zürich
2. Die Badi, die im Winter für alle öffnet
3. Langlaufen mit «Belle Vue»
4. Wenn Steine übers Eis gleiten


Märchenhaftes «Schlittschüehnle» hoch über Zürich

Yarima Stark
Haltestelle: Dolderbahn, Bergstation Dolderbahn

Sie möchten wie eine Eisprinzessin oder ein Eisprinz übers glatte Eis schweben und sich dabei in kunstvollen Pirouetten üben? Oder wollen Sie sich sportlich beim «Chneble» austoben oder vielleicht auch einfach nur gemütliche Runden drehen? Dann werden Sie bei der Dolder Kunsteisbahn auf Ihre Kosten kommen. An der mit 6000 Quadratmetern grössten offenen Kunsteisfläche Europas erfreut sich bereits seit 1930 Gross und Klein. Hoch über Zürich beim «The Dolder Grand» Hotel gelegen, verwandelt sich die Umgebung um das spiegelglatte Eis jede Saison in eine märchenhafte Winterlandschaft. Für ausgelassene Festtagsstimmung sorgt der grosse, mitten auf der Eisfläche stehende und von Lichterketten und Weihnachtskugeln umgebene Weihnachtsbaum. Geöffnet ist die Anlage von Anfang Oktober bis Mitte März. Sie bietet ihren Besuchern während dieser Zeit ein vielfältiges Angebot. Wer zudem gerne zu 80er-Jahre-Hits bis hin zu den aktuellsten Chartsongs übers Eis tanzen möchte, der könnte wohl Gefallen an der in unregelmässigen Abständen stattfindenden Eisdisco finden!

Für Aufwärmung und kulinarische Verpflegung sorgen die dazugehörenden Restaurants. Ob im Selbstbedienungsrestaurant mit grosszügiger Terrasse und Blick auf die Eisbahn, mit einem hauseigenen Glühwein neben dem Getümmel oder im Chalet mit Berghüttenfeeling: Da sollte für jeden Kulinarik-Liebhaber etwas dabei sein.

Eisspass für Gross und Klein, ob mit «Eisbär» oder ohne... (Bild: Yarima Stark)
Auch mit Kinderwagen lässt es sich wunderbar übers Eis gleiten! (Bild: Yarima Stark)
Wer es lieber sportlich mag, kann sich beim «Chneble» austoben. (Bild: Yarima Stark)
Eisspass für Gross und Klein, ob mit «Eisbär» oder ohne... (Bild: Yarima Stark)
Auch mit Kinderwagen lässt es sich wunderbar übers Eis gleiten! (Bild: Yarima Stark)
Wer es lieber sportlich mag, kann sich beim «Chneble» austoben. (Bild: Yarima Stark)

Die Badi, die im Winter für alle öffnet

Elina Fleischmann
Haltestelle: Sukkulentensammlung

Spazieren ist zum Glück nicht von unseren Jahreszeiten abhängig, man kann es stets und überall tun. Im Winter jedoch hat ein Spaziergang etwas sehr Mystisches. Man trifft weniger Leute an als sonst und packt sich dick ein. Die Landschaft scheint etwas karg, jedoch nur auf den ersten Blick. Ich laufe in jeder Jahreszeit durch die Stadt. Durch die Quartiere, durch die Parks, entlang von Gewässern oder einfach von einem Kreis in den anderen. In solchen Momenten lässt es sich wunderbar den  Gedanken nachgehen. Ein toller Ort für einen Winterspaziergang mitten in der City ist einer, der im Sommer nur den Badigästen vorbehalten ist, im Winter aber Spazierweg für alle wird: Die Badi Mythenquai. Wer mag, läuft noch etwas weiter in Richtung Wollishofen, über die Landiwiese bis zum Schiffsteg, vorbei an den schönen Bäumen, allenfalls über die Schiffshalle bis zur Roten Fabrik und über den Cassiopeiasteg, der über den See führt. Ein Spaziergang, der sich lohnt.

Die Sicht auf die Glarner Alpen ist eine Wucht. (Bild: Elina Fleischmann)
Eine solch freie Sicht auf den See hat man nur im Winter… (Bild: Elina Fleischmann)
…denn dann gehört der See den Vögeln und nicht den Badegästen und Schifflifahrer. (Bild: Natascha Klinger)
Die Sicht auf die Glarner Alpen ist eine Wucht. (Bild: Elina Fleischmann)
Eine solch freie Sicht auf den See hat man nur im Winter… (Bild: Elina Fleischmann)
…denn dann gehört der See den Vögeln und nicht den Badegästen und Schifflifahrer. (Bild: Natascha Klinger)

Langlaufen mit «Belle Vue»

Tobias Wälti
Haltestellen: Stäfa Mühlehölzli, Oetwil Beichlen, Vorderer Pfannenstiel, Bahnhof Forch

Wenn man am Bellevue steht und die Sicht an diesem Tag auch einen «belle vue» erlaubt, wirken die Berge und der Wintersport ganz nahe, und Zürich fühlt sich an wie die Alpenmetropole, für die sie im Ausland normalerweise gehalten wird. In den meisten Fällen holt einen der (Schnee-)Regen schnell zurück in die Realität. Oft fehlt in Zürich allerdings nur wenig, und die Schneefallgrenze liegt nur einige hundert Meter höher. Es lohnt sich für urbane Wintersportler also, die «Hausberge» von Zürich zu erkunden.

Der Pfannenstiel bietet neben einer grossartigen Aussicht auf den Zürichsee und die Alpen (très belle vue) sogar eine Langlauf-Loipe. Zu dieser kommt man mit dem Bus oder nach einem zusätzlichen Fussmarsch (perfekt zum Aufwärmen), ebenso mit der Forchbahn. Fast wähnt man sich in Oslo, wo der weltberühmte Holmenkollen ebenfalls bequem aus dem Stadtzentrum mit der U-Bahn erreichbar ist. Ganz so schneesicher wie das norwegische Sportzentrum ist der Pfannenstiel zwar nicht, aber im vergangenen Winter war die Loipe wenigstens an 15 Tagen benutzbar; der langjährige Mittelwert liegt bei etwa 35 Betriebstagen pro Saison. Und die 6 Kilometer lange Schlaufe bei Guldenen steigt immerhin bis auf gut 850 Meter über Meer und ist darum verhältnismässig «schneesicher». Damit die Loipe präpariert werden kann, braucht es allerdings eine Schneehöhe von mindestens 20cm. Auf den gesamten 30 km der Loipe werden sowohl Klassische- wie auch Skating-Loipen erstellt, und das Gelände spricht nordische Läufer aller Stufen an. Und ausserdem locken unterwegs verschiedene Einkehrmöglickeiten. Für die Polysportiven gibt es Schlittelhänge und selbstverständlich den Aussichtsturm Pfannenstiel. Im Vergleich zum berühmten Nordischen Schneesport-Mekka Holmenkollen fehlt dem Langlauf-Gebiet Guldenen-Forch eigentlich fast nur die imposante Skisprung-Schanze – und häufig halt der Schnee…

Zum Schneebericht.

Streckenplan der Loipe Guldenen-Pfannenstiel
Schöne Aussicht auf die verschneiten Berge (Bild: Arne Rohweder)
Bei Schnee locken Langlaufen und Schlitteln (Bild: Arne Rohweder)
Ab 20 cm Schnee kann gespurt werden. Auf der gesamten Länge gibt es eine Loipe für Klassisch und Sakating (Bild: Thomas Geiges)
Die Strecke bietet etwas für Läufer aller Stufen (Bild: Thomas Geiges)
Verpflegungsmöglichkeiten an der Loipe (Bild: Arne Rohweder)
Skating und Klassisch auf insgesamt 30 km (Bild: Thomas Geiges)
Loipe in der winterlichen Landschaft (Bild: Thomas Geiges)
Winter-Spass für alle... (Bild: Thomas Geiges)
Streckenplan der Loipe Guldenen-Pfannenstiel
Schöne Aussicht auf die verschneiten Berge (Bild: Arne Rohweder)
Bei Schnee locken Langlaufen und Schlitteln (Bild: Arne Rohweder)
Ab 20 cm Schnee kann gespurt werden. Auf der gesamten Länge gibt es eine Loipe für Klassisch und Sakating (Bild: Thomas Geiges)
Die Strecke bietet etwas für Läufer aller Stufen (Bild: Thomas Geiges)
Verpflegungsmöglichkeiten an der Loipe (Bild: Arne Rohweder)
Skating und Klassisch auf insgesamt 30 km (Bild: Thomas Geiges)
Loipe in der winterlichen Landschaft (Bild: Thomas Geiges)
Winter-Spass für alle... (Bild: Thomas Geiges)

Wenn Steine übers Eis gleiten

Ursula Heiniger
Haltestellen: Dolderbahn, Bergstation Dolder

Wer im Winter einen ausgeprägten Teamsport kennen lernen möchte, ist in der Curlinghalle, neben der Kunsteisbahn, bestens aufgehoben. Ausgerüstet mit warmer Kleidung, einem speziellen Besen und einer Gleitsohle lässt sich das Spiel bei einem privaten Event oder einem Schnupperkurs zwar schnell erlernen, doch wie so vieles, liegt die Krux im Detail. Das Wort Curling stammt vom englischen «to curl» und umschreibt die kreisende Bewegung von Steinen, während sie in einem Curlingspiel über das Eis gleiten. Ziel ist es, in mehreren Durchgängen – Ends genannt – möglichst viele eigene Steine näher in der Mitte des Hauses zu platzieren als die Gegnermannschaft. Gespielt wird in zwei Viererteams, wobei jedes Teammitglied, mit einer eigenen Aufgabe, gleichwertig zum Resultat beiträgt. Die Präzision der Steinabgabe entscheidet ebenso über den Ort, wo der Stein zum Stehen kommt, wie die Stärke und Dauer des Eiswischens. Der Curlingsport hat in der Schweiz eine lange Tradition, kein Zufall also, ist das Schweizer Team der SwissCurling Association an internationalen Wettkämpfen jeweils vorne mit dabei. Etwas mehr ins Rampenlicht hat es Curling geschafft, seit der Sport als offizielle Olympische Wintersportart erstmals an den Spielen von 1998 in Nagano vertreten war. Wir verschonen Sie hier mit den vielschichtigen, taktischen Finessen, die das Spiel zu bieten hat. Doch zwei eiserne Regeln lohnen sich zu kennen: Fairplay steht über allem und die Siegermannschaft spendiert die Erfrischung nach dem Spiel.

Das Haus ist Zentrum und Ziel. Wichtige Basis: Das sorgfältige Präparieren des Eises.
Fokus auf das Ziel. Dieses verschiebt sich je nach Taktik und Steinabfolge.
Zum Glück müssen die Steine nur übers Eis gleiten: einer wiegt fast 20 kg.
Das Haus ist Zentrum und Ziel. Wichtige Basis: Das sorgfältige Präparieren des Eises.
Fokus auf das Ziel. Dieses verschiebt sich je nach Taktik und Steinabfolge.
Zum Glück müssen die Steine nur übers Eis gleiten: einer wiegt fast 20 kg.

Bahnhof zum Wintersportparadies: auf der Forch.

 

Weitere Artikel