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Das Stadtgrün zwischen den Gleisen

Grünflächen sind nicht nur schön, sondern auch nützlich für die Stadt und ihre BewohnerInnen. Neben Pärken, Wiesen und Verkehrsinseln tragen die VBZ mit Lösungen zu mehr Grün bei und fahren streckenweise auf bepflanzten Gleistrassees.

Grüne Flächen sind in dicht besiedelten Städten ein rar gesätes Gut. Zwar ist Zürich eine vergleichsweise grüne Stadt, doch auch hier sind viele Böden überbaut oder zubetoniert. Ein hoher Versiegelungsgrad hat direkte Auswirkungen auf das Stadtklima. Asphalt, Beton und andere versiegelte Flächen absorbieren viel Sonnenlicht. Die so aufgenommene Energie geben sie später in Form von Wärme wieder an ihre Umgebung ab. Es entsteht ein sogenannter «Urbaner Hitzeinsel-Effekt». Betrachtet über das Jahr, liegt die mittlere Lufttemperatur in den Innenstädten 1 bis 3 Grad Celsius über den Werten des Umlandes oder grosser innerstädtischer Grünflächen. In windschwachen Sommernächten mit wolkenlosem Himmel kann dieser Unterschied in der Stadt Zürich sogar bis zu 10 Grad Celsius betragen.

Dagegen hilft es, Böden zu entsiegeln. Der Vorteil unversiegelter Böden besteht darin, dass sie Wasser aufnehmen und speichern können. Bei Hitze verdunstet die aufgenommene Feuchtigkeit und kühlt dadurch die Umgebung. Besondere Abhilfe schaffen Flächen, die nicht nur unversiegelt, sondern auch begrünt sind. Pflanzen können noch mehr Wasser speichern, filtern Schadstoffe aus der Luft und fördern die Biodiversität.

Auch die VBZ setzen sich für Grünflächen ein. So sind zum Beispiel viele der Flachdächer auf VBZ-Gebäuden begrünt und bieten mitunter mehr als 30 Bienenvölkern ein Zuhause. Besonders prominent stechen die begrünten Gleistrassees heraus, auf denen die VBZ-Trams an verschiedenen Stellen in der Stadt unterwegs sind. Im Vergleich zu einem versiegelten Gleistrassee, ist die gefühlte Temperatur in der Nähe von Grüntrassees je nach Art der Begrünung im Median 3.6 und maximal bis zu 6 Grad Celsius tiefer. Weiter sind auch Lärmreduktion und die optische Aufwertung der Umgebung willkommene Nebeneffekte.

Im Netz der VBZ finden sich verschiedene Arten von Grüntrassees:

Reines Grüntrassee

Bezogen auf Hitzeminderung, Wasserspeicherung, Biodiversität und Lärmreduktion ist dieser Typ am wirkungsvollsten. Im Gegenzug muss die Fläche zwei Mal pro Jahr gemäht werden und kann ausser von Trams nicht befahren werden.

Reines Grüntrassee zwischen den Haltestellen «Universität Irchel» und «Milchbuck».
Reines Grüntrassee zwischen den Haltestellen «Universität Irchel» und «Milchbuck».

Schotterrasen

Aus ökologischer Sicht ist diese Lösung leicht schlechter als ein reines Grüntrassee, allerdings kann die Fläche mit gewissen leichten Fahrzeugen befahren werden.

Schotterrasen bei der Haltestelle «Technopark».
Schotterrasen bei der Haltestelle «Technopark».

Rasengittersteine

Die effektiv begrünte Fläche ist hier am kleinsten. Dafür ist sie mit schweren Fahrzeugen, beispielsweise Krankenwagen, befahrbar.

Kurz vor der Haltestelle «Grimselstrasse».
Kurz vor der Haltestelle «Grimselstrasse».

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